Geländeneigung – warum kann sie beim Aufbau eines Spielplatzes zum Problem werden?

Bevor wir eine Konstruktion auswählen und einen Montagetermin festlegen, lohnt es sich, das Grundstück genau zu betrachten. Einer der wichtigsten Faktoren, der oft zur Herausforderung wird, ist die Geländeneigung. Warum kann das zum Problem werden – besonders dann, wenn wir (oder ein anderes Montageteam) vorher nichts davon wissen?


1. Der Spielplatz muss stabil und exakt ausgerichtet sein

Für die Sicherheit der Kinder muss die Konstruktion absolut stabil stehen. Wir montieren unsere Spielplätze immer auf H-förmigen Stahlankern. Zuerst setzen wir die gesamte Konstruktion zusammen, richten sie aus und füllen anschließend die Löcher mit Beton, in denen die Anker sitzen.

👉 Wir tolerieren eine Höhendifferenz von maximal 10–15 cm innerhalb der gesamten Konstruktion.
Darüber hinaus wird die Montage problematisch, weil zusätzliche Erdarbeiten oder Änderungen am Projekt notwendig werden.


2. Je größer die Konstruktion, desto größer das Risiko einer optischen Täuschung

Bei einer kleinen Konstruktion ist ein Höhenunterschied von 10 cm sofort sichtbar. Bei großen Sets – z. B. 8 × 5 m – kann ein solcher Höhenunterschied mit bloßem Auge fast unsichtbar sein. Das Gelände wirkt flach und eben – bis beim Aufbau plötzlich das eigentliche Gefälle ans Licht kommt.

Deshalb ist es wichtig:

  • das Gefälle des Geländes vor der Montage genau zu messen,
  • sich nicht ausschließlich auf den optischen Eindruck zu verlassen,
  • uns die Höhenunterschiede mitzuteilen, damit wir die Konstruktion entsprechend vorbereiten können.

3. Was passiert bei einem zu großen Gefälle?

Wenn die Höhendifferenz den akzeptablen Bereich überschreitet:

  • Teile der Konstruktion stehen sichtbar über dem Boden,
  • der Anker sitzt nicht tief genug im Beton,
  • die Fundamente müssen individuell angepasst werden – mit Schalungen und Beton, der über Bodenniveau ausgegossen wird,
  • das Endergebnis kann optisch unbefriedigend wirken.

4. Warum sollte man das Gelände vorher überprüfen?

Die Kenntnis der Geländeneigung noch vor der Bestellung ermöglicht es:

  • Überraschungen am Montagetag zu vermeiden,
  • Zeit und zusätzliche Kosten für Erdarbeiten zu sparen,
  • das Projekt so anzupassen, dass jedes Stützelement den gleichen Abstand zum Boden hat und die gesamte Konstruktion optisch sauber wirkt.

Wie kann man das Gefälle des Geländes selbst überprüfen?

Mit bloßem Auge lässt sich nicht immer beurteilen, ob ein Grundstück wirklich eben ist. Besonders bei größeren Konstruktionen (z. B. 6 × 4 m) kann ein Höhenunterschied von einigen Zentimetern praktisch unsichtbar sein. Zum Glück gibt es einfache Methoden, um das Gefälle bereits vor der Montage zu messen.

Wenn du unsicher bist – besser nachmessen.
Wir senden dir gern einen Projektplan zu, auf dem alle Punkte markiert sind, deren Höhe du überprüfen solltest.

Messung mit Schnur und Wasserwaage

Markiere alle Punkte (für eine ideale Messung) oder zeichne ein Rechteck in der Größe der Konstruktion (z. B. 4 × 6 m).

Beginne mit dem höchstgelegenen Punkt.

Spanne eine Schnur zwischen zwei in den Boden gesteckten Stäben.

Lege eine Wasserwaage auf die Schnur und richte sie exakt waagerecht aus.

Miss den Abstand zwischen Schnur und Boden an beiden Enden.

👉 Die Differenz zeigt dir, wie groß das Gefälle über die gesamte gemessene Länge ist.


Moderner – mit einem Laser-Nivelliergerät

Wenn du Zugang zu einem Laser-Nivelliergerät hast:

Stelle es an einem Ende des Montagebereichs auf.

Richte den Laserstrahl auf das andere Ende aus.

Miss den Abstand vom Laserstrahl zum Boden an den festgelegten Punkten.

👉 Das ist die genaueste und schnellste Methode.


Worauf solltest du achten?

  • Zulässiges Gefälle ohne Änderungen am Projekt: maximal 10–15 cm innerhalb der gesamten Konstruktion.
  • Bei größeren Höhenunterschieden sind Erdarbeiten (z. B. Auffüllen mit Erde oder Sand) oder konstruktive Anpassungen vor Ort notwendig – insbesondere dann, wenn wir nicht frühzeitig darüber informiert werden und keine Projektanpassungen vorgenommen wurden.
  • Auch wenn das Gelände „auf den ersten Blick“ eben aussieht, lohnt sich eine Messung – besonders bei größeren Konstruktionen.

Fazit

Auch wenn der Garten optisch flach wirkt, können Höhenunterschiede beim Aufbau des Spielplatzes zu Problemen führen. Deshalb sollte das Gefälle im Voraus gemessen werden – eine Schnur, ein Brett und eine Wasserwaage reichen aus, um Überraschungen und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Du bist dir unsicher, wie du messen sollst? Kontaktiere uns – wir erklären dir alles Schritt für Schritt und beraten dich gern.

Wir montieren unsere Konstruktionen im ganzen Land – manchmal können wir sogar vorbeikommen und die Messungen direkt für dich durchführen.